HERKUNFT

Wo kommt unser Salz überhaupt her?

Hast du dich schon mal gefragt, woher eigentlich das Salz kommt, das bei dir in der Küche im Salzstreuer ist? Um die Frage zu beantworten, müssen wir ziemlich weit zurück in die Geschichte der Erde gehen. Genauer gesagt, 100 bis 240 Millionen Jahre zurück. Das ist eine wirklich lange Zeit, Menschen gab es damals noch keine. Vor 240 Millionen Jahren liefen die ersten kleineren Dinosaurier durch die Urwälder, später kamen die richtig großen Dinosaurier dazu. Hier in Deutschland herrschte ein feucht-warmes Klima wie in der Karibik. Da, wo heute große Städte wie Hannover stehen, jagten Raptoren und der Allosaurus, der Vorgänger des T-Rex, ihre Beute.
Also, du verstehst: Die Landschaft und die Tiere sahen damals komplett anders aus. Es gab riesige, flache Wasserflächen, die sogenannten Randmeere der Ozeane. Und diese Wasserflächen verdunsteten mit der Zeit, die Sonne trocknete eben alles aus. Zurück blieben riesige Salzschichten. Nach und nach wurde dieses Salz von Erde- und Gesteinsschichten überdeckt. Ziemlich viel Erde und ziemlich viele Steine, um genau zu sein, denn heute muss man in einem Salzbergwerk tief unter der Erdoberfläche graben, um an die alten Salzschichten aus der Dinozeit zu kommen. In den Bergwerken werden verschiedene Salze abgebaut. Hauptsächlich gibt es Kali-, Magnesium- und Natriumsalze.

Bergbau – wie alles begann und heute
Von keltischen Bergleuten wird berichtet, dass sie bereits 1.000 Jahre vor Christus auf der Suche nach Salz waren. Unermüdlich und mit vergleichsweise einfachsten Mitteln mussten sie Gänge – sogenannte Stollen – schlagen, ehe sie auf das weiße Gold stießen.
Heutzutage wird Salz in Salzbergwerken tief unter der Erde abgebaut. Zuerst gräbt man einen tiefen Schacht bis zur Salzschicht. Dann werden breite und hohe Stollen in das Gestein gefräst, die so groß wie Straßen sind. Mit Maschinen bohrt man Löcher ins Salz und füllt sie mit Sprengstoff. Wenn der Sprengstoff gezündet wird, bricht das Salz heraus. Danach wird es auf Förderbändern nach oben gebracht, zerkleinert und ans Tageslicht geholt.

Salz aus dem Meer?
In früheren Zeiten entdeckten die Menschen, die an den Küsten des Mittelmeers lebten, wie man Salz gewinnt. Sie ließen große Meerwasser-Pfützen in der Sonne austrocknen oder kochten das salzige Meerwasser in flachen Pfannen. Das Wasser verdunstet oder verdampfte beim Kochen und zurückblieb das Salz.
Das war eine wertvolle Entdeckung, denn Salz war selten und im Tauschhandel sehr gefragt. Kaufleute reisten von überall her auf dem Land- und Seeweg in die Länder am Mittelmeer, um ihre Handelsgüter gegen Salz einzutauschen. Dafür nutzten sie uralte Verkehrsstraßen, die die einzelnen Länder miteinander verbanden. Entlang dieser Salzstraßen entstanden Dörfer und Städte, die durch den Handel mit Salz reich wurden. Und um diese Handelswege wurden oft blutige Kriege geführt.